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Mittwoch, 27. April 2016

Hakuna Matabi - ohne Sorgen durch die Prüfungen?!



Das Abitur ist eine echte Herausforderung - aber wie viel Stress muss sein? Wie geht man am besten mit dem Leistungsdruck um?
Woran liegt es, dass der eine in Panik verfällt und ein anderer die Prüfungen völlig entspannt angeht?


http://www.firstlife.de/hakuna-matabi-ohne-sorgen-durch-die-pruefungen/

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Gedanken zum Jahreswechsel 2015

Follow my blog with Bloglovin Selber Ort, gleicher Tag, zwölf Monate später. Wieder ist ein Jahr vergangen und es ist Zeit für die Bilanz. Ich bin auf Sylt, im Urlaub mit Verwandten, wie jedes Jahr. Trotzdem ist etwas anders - ich bin anders. Gleich werde ich zum Strand gehen und das Feuerwerk ansehen. Ich weiß noch genau wie ich heute vor einem Jahr dort gestanden, und mit großer Sorge in die Zukunft geschaut habe. Damals lag das Bestehen das Führerscheins wie ein riesiger Berg vor mir, den ich mir niemals vorstellen konnte zu besteigen. Ein Jahr später sitze ich hintern Steuer auf der Reise nach Sylt.
An 2015 hatte ich keine hohen Erwartungen, keine großen Pläne. 2014 ist ein so tolles und erfahrungsreiches Jahr gewesen, besser hätte es nicht gehen können - dachte ich. Das letzte Jahr war so unerwartet großartig, aufregend und voller Leben. Es war das schwerste und anstregendste Jahr meines Lebens - aber gleichzeitig das beste. Ich bin dankbar für all die Reisen die ich unternehmen konnte: Italien, Berlin, USA, Lübeck, London, Sylt. Die beiden Wochen in Amerika haben mich besonders geprägt, werden mich immer begleiten. Das erste Mal allein unterwegs, sehe ich mich immer noch am New Yorker Flughafen stehen, Blick auf die Skyline voller Unglauben und Aufregung. Ich durfte tolle Orte kennen lernen, wie New York oder Mailand und interessante Menschen treffen. Aus der Zeit in Italien habe ich eine besondere Freundin gewonnen, der Mädelstrip nach Lübeck war ein gewagtes Experiment, und der Tag in London wird meiner Freundin und mir immer in Erinnerung bleiben. Das Highlight des Jahres waren die vier Tage Journalismusseminar in Düsseldorf - hier habe ich tolle Menschen kennengelernt, und freue mich einige von ihnen im März bei einer weiteren Veranstaltung in Berlin wiedersehen zu können.
Das nächste Jahr wird das alles verändernde werden. Mein Ziel ist das Abitur, der Weg steinig. Es ist das gleiche Gefühl wie bei dem Führerschein, nur erscheint der Schulabschluss ein Stück größer und wichtiger. Ich werde Entscheidungen fürs Leben treffen müssen; Studium, Ausziehen, eigenständig werden - Herausforderungen, die es irgendwie zu meistern gilt. Wo werde ich im nächsten Jahr um diese Zeit sein? Wieder auf Sylt? Ich kann es mir nicht vorstellen denn die nächsten zwölf Monate sind so ungewiss wie noch nie in meinem Leben.
Wie es mit meinem Blog weitergeht? Ich weiß es nicht. Ich möchte nicht aufgeben und auch ohne große Leserschaft weitermachen. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei einem großen Unterstützer bedanken, Moopenheimers Museum!

Ich wünsche Euch wundervolles, anregendes und erfülltes neues Jahr, habt Spaß beim feiern!



Sonntag, 4. Oktober 2015

25 Jahre geeintes Deutschland - die Geschichte vom Wunsch nach Einigkeit

Beitrag zur Entwicklung des Nationalstaatsgedankens und der friedlichen Revolution in der DDR im Rahmen einer Feierstunde anlässlich des 25.Tags der Deutschen Einheit:

„Ab morgen Nacht sind wir 45 Jahre nach Kriegsende wieder für unser Schicksal verantwortlich. (…) Die Nachkriegszeit ist endgültig vorbei.“, so berichtete die Tagesschau am 01.10.1990. Wieder 25 Jahre später können wir Schüler uns ein Leben in einem geteilten Deutschland nicht mehr vorstellen; ein System, gebaut auf Unfreiheit und Repression - weit weg von unserer Lebenswirklichkeit. Die Deutsche Einheit scheint wie die Erfüllung der Geschichte unseres Landes, die Verwirklichung des Wunsches nach einem Nationalstaat, der sich wie ein roter Faden durch unsere Geschichte zieht. Der Weg zu dem heutigen Deutschland ist von vielen Irr- und Umwegen gezeichnet, und geprägt von dem Streben nach Einheit.

Es ist kein übersteigerter Patriotismus, sondern vielmehr den Umständen im Deutschland nach dem Wiener Kongress geschuldet, dass Hoffmann von Fallersleben im Jahr 1840 komponiert:
„Einigkeit und Recht und Freiheit für das Deutsche Vaterland
Danach lasst uns alle Streben, brüderlich mit Herz und Hand“
Territoriale Einheit für die Einzelstaaten, die Deutschland wie einen Flickenteppich zusammensetzten; Eine Verfassung nach den Idealen der Französischen Revolution auf Basis von Menschenrechten und Demokratie sowie Freiheit für einen geeinten Deutschen Staat.
Deutschland ist längst eine Kulturnation, vereint durch Sprache, Werte und Vergangenheit, die Bestrebungen zur territorialen Einheit unter gemeinsamer Regierung werden jedoch im Zuge der Angst vor einer Hegemonialstellung Deutschlands in Europa unterbunden. Pressezensur, Überwachung und Bestrafung für regimekritische Äußerungen sind die Instrumente der politischen Repression. Die Karlsbader Beschlüsse leiten die Biedermeierzeit ein, und damit die Anpassung der Gesellschaft an die bestehenden Systeme, die Flucht ins Private und Bürgerliche als Rückzug aus den politischen Geschehnissen der Zeit. Doch die revolutionären Kräfte in Deutschland können nicht unterbunden werden, Kundgebungen wie das Wartburgfest oder das Hambacher Fest sind Ausdruck des Dranges  nach Souveränität und Einheit. Künstler, das liberale Bürgertum, Akademiker und Mitglieder der verbotenen Burschenschaften demonstrieren unter Schwarz-rot-goldener Fahne gegen die europäische Politik zur Wahrung der Pentarchie unter den Großmächten. Die Proteste gipfeln in der Deutschen Revolution, in der eine konstituierende Versammlung die Verfassung eines geeinten Deutschen Staates auf Basis einer parlamentarischen Monarchie schaffen soll. Doch auch hier werden die Hoffnungen der Bürger nach der Ablehnung der Kaiserkrone durch den preußischen König enttäuscht. Nach dem Scheitern der Revolution wird durch die Einigungskriege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich die Einigung Deutschlands erreicht – mittels Gewalt und  Annexionen. Die Kaiserreichsgründung im Jahr 1871 erfolgte noch in den Wirren des Deutsch-Französischen Kriegs, die Proklamation begleitet von Militärs. Zwar soll eine Parlamentarische Monarchie nach dem Vorbild der Deutschen Revolution die Meinung des Volkes im Reichstag repräsentieren, doch die Ambivalenz im Verfassungssystem schreibt der Volksvertretung nur eingeschränktes Mitbestimmungsrecht zu. Nach dem Untergang des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im Zuge der Eroberungskriege Napoleons im Jahr 1806 wird Deutschland nach 65 Jahren wieder zu einem souveränen Nationalstaat. Doch der aufkommende Imperialismus der europäischen Großmächte und die „Platz-an-der- Sonne- Politik“  Willhelm des II. stürzt die Welt in die Urkatastrophe des 20.Jahhunderts, den 1.Weltkrieg. Das Kaiserreich verliert den in seinen Dimensionen ungeahnt grausamen Krieg, und wird im Waffenstillstandsabkommen zu einer Neuordnung in einer parlamentarischen Staatsform aufgefordert. In den revolutionären Unruhen im November 1918 wird die Weimarer Republik gegründet, die nach der Machtergreifung Hitlers im Jahr 1933 in einer nationalsozialistischen Diktatur endet. Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust kennzeichnen das wohl dunkelste Kapitel der Deutschen Geschichte. Nach der bedingungslosen Kapitulation im Mai ’45 verliert Deutschland erneut seine Staatlichkeit. Die Terrorherrschaft ist vorüber, doch die Zukunft eines gesamten Volkes ungewiss. Wieder wird das deutsche Territorium aufgeteilt und auseinandergerissen. Die Besatzungszonen der Alliierten ebnen den Weg für die Teilung Deutschlands. Im Westen des Landes entsteht die Bundesrepublik Deutschland und im Osten mit der Deutschen Demokratischen Republik ein Sattelitenstaat der Sowjetunion. Ein Land unter dem Demokratiebegriff des Kommunismus, ein totalitäres Regime, Planwirtschaft.

Der Weg in den „goldenen Westen“ scheint für viele die bessere Alternative zum sozialistischen System der DDR zu sein. Als Reaktion auf die Massenfluchtbewegungen und auf die Gefahr des Ausblutens ihres Staates hin lässt das SED-Regime die Grenze zur DDR abschotten. Aus der Aussage „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“ entsteht in der Nacht zum 13.August 1961 die Berliner Mauer. Nach der Zweiteilung eines Landes wird hier eine Stadt auseinandergerissen, Familien getrennt und Schicksale besiegelt. Während im Westen das Wirtschaftswunder der fünfziger Jahre floriert, sind im Osten Nahrungsmittel knapp, die Menschen unzufrieden. Die Frustration spiegelt sich im Volksaufstand vom 17.Juni 1953, in der DDR-Bürger ihren Unmut gegenüber der Regierung äußern.
Ein Beteiligter erinnert sich: „Die Situation unserer Kollegen wurde kurz bekannt gegeben. Innerhalb ganz kurzer Zeit kamen die Kollegen, in Arbeitskleidung, so wie wir waren in Holzpantinen, und nur mit Hemd usw. bekleidet. Dann haben wir uns formiert zu einem Zug von etwa 300 bis 500 Leuten und sind auf der Straße zum Krankenhaus marschiert.“ Der Versuch eines Historikers die Beweggründe der Aufständischen zu formulieren lautet: „Die Bauarbeiter  agierten als Kämpfer ohne Pathos. ’Kollegen, reiht euch ein – wir wollen freie Menschen sein!’ Es ging nicht um die Verwirklichung einer fremden Idee sondern um die Realisierung einer eigenen, menschenwürdigeren Existenz. Nicht das Versprechen der Freiheit, sondern die unmittelbare Handlungsfreiheit, hier und jetzt: Runter vom Gerüst, ran an die Regierung, raus aus den Gefängnissen, rüber über die Grenze – der Drang nach elementaren Freiheiten als Unterpfand der großen allgemeinen Freiheit, das war das bewegende Motiv der Bauarbeiter und des ganzen Volksaufstandes.“ Für die Forderungen nach Freiheit und Demokratie nach dem Vorbild des Westens lassen mehr als 50 Menschen ihr Leben, das SED Regime lässt in Berlin Panzer auffahren um die Demonstration aufzulösen.



Berthold Brecht reflektiert den Aufstand in gekonnt pointierter Weise:


„Die Lösung: Nach dem Aufstand des 17.Juni
Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbandes
In der Stalinallee Flugblätter verteilen,
auf denen zu lesen war, dass das Volk
das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
und es nur durch verdoppelte Arbeit
zurückerobern könne. Wäre es da
nicht einfacher, die Regierung
löste das Volk auf und
wählte ein anderes?

In der fatalistischen Ironie des Gedichts zeigt sich die gesamte Paradoxie der Lage im sozialistischen Staat.

Auch Liedermacher Wolf Biermann, 1953 freiwillig in die DDR übergesiedelt, denkt nun ähnlich über die praktische Verwirklichung seiner kommunistischen Ideale. In der Retrospektive resümiert er: „Diese Hoffnung auf ein kommunistisches, soziales Paradies ist nach meiner heutigen Meinung der sichere Weg in schlimmste Höllen.“ Seine Ausbürgerung im Jahr 1976 bricht wie eine Welle über die Szene der Musiker und Künstler herein und gipfelt am 4.November 1989 in der größten Protestdemo der Geschichte des Staates. Seine Worte „Wer sich nicht in Gefahr begibt kommt darin um“ hallen bei den DDR- Bürgern nach. Eine halbe Millionen Menschen versammeln sich auf dem Alexanderplatz – Wortführer sind Prominente wie Schauspieler Jan Josef Liefers, Ulrich Mühe oder Katharina Thalbach. Aber Oppositionelle und Aktivisten versammeln sich schon seit 1981 in der Leipziger Nikolaikirche zu wöchentlichen Friedensgebeten, im Herbst 1989 sind es bis zu 70.000 Menschen. Mit der Parole „Wir sind das Volk“ ziehen jetzt Hunderttausende im ganzen Land bei den Montagsdemonstrationen mit Kerzen und Plakaten auf die Straße, um friedlich für ein geeintes Deutschland zu protestieren. „Wir hatten alles geplant. Wir waren auf alles vorbereitet. Nur nicht auf Kerzen und Gebete.“, so SED-Politiker Horst Sindermann.  Es war die Gewaltfreiheit und der Sanftmut der Demonstranten die den Weg zur friedlichen Revolution mit dem Fall der Berliner Mauer am 09. November ebnen. „Wir Deutschen sind jetzt das Glücklichste Volk der Welt“ reflektiert bereits einen Tag später Politiker Walter Momper und betont dabei die Einheit des Deutschen Volkes ein Jahr vor der eigentlichen Wiedervereinigung.
Am 3.Oktober weht die Schwarz-rot-goldene Flagge auf dem Reichstagsgebäude in West-Berlin, und vereint die versammelten Menschenmassen beider Staaten unter ihrem Zeichen. Sie ist das Symbol  für das endlich wiedervereinigte Deutschland und die Erfüllung der Losung der Friedlichen Revolution „Wir sind EIN Volk“.

Nicht nur damals sind Menschen vor Gewalt, Repression und Unfreiheit geflohen, heute suchen mehr Menschen denn je Zuflucht in Deutschland. Die Deutsche Außenpolitik übernimmt große Verantwortung im Weltgeschehen dieser Tage. Die Regierung der Bundesrepublik dient als internationales Vorbild, die Demokratie auf der Basis von Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und Menschenrechten ist Ausdruck der langen Bestrebungen nach Deutscher Einheit unter diesen Aspekten.
Doch auch heute gehen Menschen montags auf die Straße und demonstrieren gegen die herrschende Regierung. Sie rebellieren nicht gegen die Erhöhung von Arbeitsnormen, Staatliche Verfolgung oder eingeschränkte Handlungsfreiheit, sondern gegen den Einfluss fremder Kulturen in ihrem Vaterland. Patriotismus bekommt hier ein neues Gesicht, äußert Hoffmann von Fallersleben seinen nationalen Stolz aus der Situation eines noch nicht vorhandenen Deutschlands, agieren die Demonstranten dieser Tage aus der übersteigerten Motivation, ihr Kulturgut zu schützen. Vielleicht handeln auch sie nur aus der Überzeugung heraus, ihren nationalen Stolz zu verteidigen, muss aber nicht besonders ein Staat wie Deutschland durch eine Varietät von verschiedenen Lebensarten und Ethtiken geprägt werden – im politischen Tagesgeschäft so wie in der Gesellschaft?

Dienstag, 23. Juni 2015

Besuch in der Hauptstadt - Ein Provinzgymnasium im Großstadtdschungel

Nirgendwo ist das Bewusstsein für die Geschichte unseres Landes so lebendig, aktuell und authentisch! Im Rahmen einer Stufenfahrt mit meinem Geschichts-Leistungskurs habe ich in der letzten Woche vier Tage in Berlin verbracht. Bundestag, Brandenburger Tor und besondere Menschen, ein Besuch in der Hauptstadt lohnt sich!
Vom Dritten Reich über die Teilung Deutschlands bis zur heutigen Regierung - hier ein paar Eindrücke meier Woche in Berlin:







       Uns ist bewusst geworden - für uns liegt der Mauerbau bereits so lange
zurück wie für die damaligen Jugendlichen  der erste Weltkrieg...
welche Bedeutung wird die Teilung Deutschlands in weiteren fünfzig
Jahren haben?
       





Das Holocaust-Mahnmal - stark umstritten, viel kritisiert: es sind graue Steinblöcke, statisch und bedrohlich ragen sie aus dem Boden. Sie bilden ein Labyrinth aus Ausweglosigkeit und Verzweiflung, Bedrückung und Enge säumen den Weg. Es lohnt sich, einmal durch das ganze Areal zu gehen, und die dunkle Atmosphäre der Ereignisse der Vergangenheit aufzunehmen,
Warum hat sich der Künstler für Steinklötze entscheiden? Einige sagen, sie stünden für Särge, andere deuten sie als Symbol für die Einzelschicksale und Individuen, die oft in der Masse der Opfer des Holocausts untergehen. 

Aber das Denkmal bekommt Risse, für viele ein Anlass zum Ärgernis. Als hätte der Künstler es beabsichtigt, bieten auch diese Markel Raum zur Interpretation: In unser heutigen Gesellschaft gibt es immer noch Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Hass. Wir haben eine schein-liberale und weltoffene Kultur aufgebaut, doch es bröckelt gewaltig hinter der Fassade. Haben wir nicht aus unserer Vergangenheit gelernt?




"Im Namen des Volkes" prangert in Stein gemeißelt über dem Hauptportal des Reichstages. Ein alter Grundsatz, Basis einer Demokratie. Dahinter ragt die gläserne begehbare Kuppel empor, von weitem sind es viele kleine schwarze Punkte, die sich im Volkskörper bewegen.
Unsere Schulgruppe hat das Glück eine Führung eines Abgeordneten durch das Paul-Löbe-Haus zu bekommen, und so viele besondere Eindrücke aus der Regierungszentrale mitnehmen. 






Am Abend, als Sonne in Berlin ging gerade untergeht, können auch wir die Kuppel begehen, und uns die Hauptstadt aus dieser besonderen Perspektive betrachten. 
Unter uns, protestieren BEGIDA Demonstranten gegen Immigration und fremde Kulturen, ein großes Polizeiaufgebot im Schlepptau.





„Das hier war ein grausamer Ort, und doch war es nur der Vorhof zur Hölle.“ Wir befinden uns im Zentralen Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen, wo von 1951 bis 1989 politische Gefangene vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR inhaftiert und gefoltert wurden. Es befindet sich auf einem ehemaligen Militärarial, war damals auf keiner Landkarte verzeichnet, als habe es diesen Ort des Schreckens nicht gegeben. Auch die Häftlinge selbst wussten nicht, wo sie sich befanden, es war ein Ausharren im Ungewissen.
Herr Santos, selbst ehemaliger Gefangener in einem Stasi-Gefängnis der DDR, spricht schnell und aufgeregt, als er uns durch die Gänge und Zellen der Haftanstalt führt. Er  kennt viele Geschichten von früheren Inhaftierten, doch auch er weiß, Zeitzeugen gibt es immer weniger. Umso wichtiger erscheint es ihm, die Geschichte bei jungen Menschen wieder aufleben zu lassen, das Vergangene wieder ins Bewusstsein der Gegenwart zu rufen.
Besonders eindringlich wird uns die Besichtigung des alten Kellertraktes, in dem die Häftlinge bis zur Errichtung des Gefängnisneubaus unter schlimmsten Bedingungen gefangen gehalten wurden. Dieser Teil der Anstalt wurde auch „U-Boot“ genannt, weil die Inhaftierten wie die Besatzung eines Unterseebootes in Ungewissheit und völliger Dunkelheit und Isolation in Angst und Verzweiflung auf ihre Verurteilung zum Warten auf ihr weiteres Schicksal verdammt waren. Langsam bekommen wir ein Gefühl für die Enge, Beklemmung und Angst, als Herr Santos uns zu zehnt einlädt, einmal in eines der Verließe hinein zu gehen; die schwere Holztür mit den Eisenscharnieren schließt er nicht ganz, ein Lichtstrahl fällt noch in das dunkle Loch. „Die Angst, die Verzweiflung, das Alleinsein, den Hunger aber auch die Krankheiten und Dreck und Gestank müsst ihr euch dazu denken“ Santos spricht hektisch ja fast pathetisch über das Vergangene. Einige seiner Kollegen haben hier die schwerste Zeit ihres Lebens erlebt. Gequält, geächtet und gepeinigt haben viele Gefangene ihre Würde in den dunklen Kellern des Stasi Gefängnisses verloren.
Weiter führt uns Herr Santos über den Gefängnishof, vorbei an einem wunderschönen Blumengarten, auch damals blühten hier die Rosen, doch durch die Gefängnisfenster aus Glasbaustein war den Insassen jeglicher Blick nach draußen verwehrt. Er zeigt uns einen Gefangenentransporter; in dem Lastauto mit den fünf kleinen Zellen für die Gefangenen, manchmal getarnt als Fischtransporter oder ganz ohne Anstrich, konnten die Inhaftierten vor den Augen der ahnungslosen Öffentlichkeit nach Hohenschönhausen und in andere Haftanstalten transportiert werden.
Im Neubau der Anstalt führt Herr Santos uns durch die moderneren Zellen, Gewaltanwendung war nun verboten, doch die psychische Folter kannte auch hier keine Gnade. Das Schlafen auf dem Rücken, der ständige Wechsel zwischen elektrischem Licht und Dunkelheit, und die nun völlige Isolation in der Einzelhaft waren eine nur minimale Verbesserungen der Bedingungen im U-Boot.
Dabei beteuert er mehrmals, er habe sich vollkommen emotional von diesem Ort gelöst, er habe keinerlei Gefühle wenn er uns heute von der Vergangenheit erzählt. Und doch redet er sich förmlich in Rage, macht kaum Pausen zwischen seinen Erzählungen. Vielleicht ist es eine Wunschvorstellung, denn wie ist eine völlige Distanzierung von der eigenen Vergangenheit nach solchen Erlebnissen überhaupt möglich? Den Wärtern, sagt er, macht er dabei keinen Vorwurf, das täten die wenigsten. Schließlich hätten auch sie nur ihre Anweisungen befolgt und tatsächlich geglaubt, die Insassen seien Straftäter, Mörder und Vaterlandsverräter.
Die Verhörzellen sehen identisch aus, kahl und lieblos, und auch nach fast 30 Jahren steht der modrige Geruch von Angstschweiß und Verzweiflung noch in den Zimmern. Die Verhörenden seien oft die einzigen Menschen gewesen, mit denen die Angeklagten überhaupt sprechen konnten, eine  perfide Taktik der Stasi, ihr Schweigen zu brechen.
Viele ehemalige Funktionäre und Wärter lebten heute in der direkten Nachbarschaft zu Hohenschönhausen, manchmal, sagt Santos, treffe er jemanden im nahe gelegenen Supermarkt. Eine gute Rente und ein angenehmes Leben im Eigenheim sei ihnen trotz ihrer Vergangenheit sicher.
Herr Santos spricht viel über die grausamen Umstände der Haftbedingungen, er will uns einen besonders eindringlichen Eindruck vermitteln, will dass wir uns erinnern. Auf Fragen geht er, wenn überhaupt nur kurz ein, und arbeitet sein Programm an Informationen strikt ab. Die Authenzität und Echtheit geht bei einer solchen Führung verloren; trotzdem ein Anlass, seine Haltung einmal kritisch zu hinterfragen.














"Hinrichtungsstätte
Standort des Galgens
Hinrichtungen fanden vor allen Gefangenen des Lagers statt"

Das KZ Oranienburg-Sachsenhausen - leider ohne Führung nicht besonders eindrucksvoll. Die Instrumentalisierung des Lagers durch das DDR-Regime als Propaganda gegen den Westen und zur Heroisierung der als Kommunisten verfolgten Inhaftierten des Lagers lassen sich anhand der Ausstellungen authentisch nachvollziehen. Aber leider ist von dem ehemaligen Lagerkomplex nicht mehr viel erhalten geblieben - nur noch wenige Baracken stehen zur Besichtigung zur Verfügung, aber fundierte Informationen über die Geschichte des Lagers und den Nutzen bestimmter Areale lassen sich vergeblich suchen. Bei einer Besichtigung des KZ ist eine professionelle Führung zu empfehlen! 




Der Deutsche Dom am Gendarmenmarkt
Pia goes Bundeskanzler! 



Die Entwicklung des Parlamentarismus in Deutschland ist eine spannende Reise durch die verschiedenen Definitionen des Demokratiebegriffes und die gesellschaftlichen Umstände. Von der Deutschen Revolution 1848/49 über die Reichsgründung 1871 zur Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus, der DDR und schlussendlich unserem heutigem Staatssystem kann man sich in der Ausstellung im Deutschen Dom auf eine spannende Reise durch die Geschichte Deutschlands begeben. Mit einer informativen Führung durch einen Audioguide und vielen bunten Informationstafeln und Material lernt man die Fort- und Rückschritte unserer Volksherrschaft nachzuvollziehen. Da wir einige der Themenbereiche im Geschichts-LK besprochen haben, konnte wir viele politische und gesellschaftliche Zusammenhänge bereits herleiten. Ein schönes Erlebnis.




Abendessen auf dem Restaurantschiff "Alte Liebe Berlin" bei Sonnenuntergang

Ein Abschlussbier am Sonycenter 




"Berlin du bist so wunderbar" – vier Tage voller Kultur, Geschichte und Großstadtgetummel. Gutes Wetter, gute Laune und Klassenfahrtstimmung – ein gelungener Kurztrip!
Eine große Überraschung war für mich die Sehnsucht mancher Stufenkameraden nach dem platten Land und den Wiesen und Wäldern von zu Hause – vier Tage Großstadtdschungel lassen bei so manchen Dorfkindern Heimweh nach Kuh und Feld aufkommen. Ich mag den Rummel und die Action in der Stadt sehr gerne, trotzdem habe auch ich eine gewisse Ruhe und Gemütlichkeit in Berlin vermisst. Die Stadt scheint überstrapaziert von den vielen Touristen und den Attraktionen, die Hektik bestimmt das Stadtbild.

Trotzdem – unsere Hauptstadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert, und es wird hoffentlich nicht mein letzter gewesen sein! Hoffentlich kann ich beim nächsten Mal länger als vier Tage bleiben, denn um die Berliner Kulturangebote umfassend erkunden zu können ist definitiv mehr Zeit erforderlich!


Hier geht es zur Buchstory Facebook-Seite!

Dienstag, 19. Mai 2015

Kopfchaos

Manchmal glaube ich, ich kann dem Druck nicht standhalten. Ich stelle mir vor, wie ich wie ein Mikadostäbchen unter der schweren Last der anderen Hölzer zusammenreche. Mein Kopf droht zu explodieren -Informationsstau. Ich bin oft traurig weiß nicht warum. Ich habe ständig schlechte Laune weil ich immer mit meiner prall gefüllten To-Do-Liste im Hinterkopf umher laufe.
Eigentlich sollte ich mich gar nicht beschweren, immerhin geht es tausenden Schülern in der Oberstufe so, aber ich frage mich: Bin nur ich so wenig belastbar? Quält der ständige Leistungsdruck nur mich so sehr?

Es geht auf das Schuljahresende zu, ich gehe in die 11.Klasse. Im Moment stecke ich mitten in der Klausurphase: Zwei Klausuren habe ich schon hinter mir; drei folgen noch. Daneben stehen ein Referat, ein Test und ein aufwändiger Projekt-Bericht an. Die meisten Sorgen bereitet mir aber meine Führerscheinprüfung, die ich auch noch irgendwie dazwischen schieben muss. Außerdem habe ich nächste Woche Geburtstag; ich hatte noch gar keine Zeit, um mich darauf zu freuen, die Tage vergehen eh zu schnell.

Ich habe ständig Angst zu versagen; habe zu hohe Erwartungen an mich selbst. Ich kann meinen eigenen Anforderungen oft nicht gerecht werden, genauso wenig wie denen meiner Mitmenschen. Ich habe das Gefühl, ich mache mir selbst das Leben schwer, denn bei meinen Mitschülern scheint der Stresspegel deutlich niedriger zu sein.... Oder scheint das nur so?
Im  Moment wünsche ich mir nichts mehr, als dass ich die Zeit bis zu den Sommerferien erfolgreich überstehe. Ich habe große Pläne, werde die interessanteste Reise meines Lebens machen: es geht in alleine die USA. Doch davor liegt noch ein großer Berg Arbeit vor mir, ich kann nicht mal die Spitze sehen.

Ich weiß nicht, ob es irgendjemanden interessiert, wenn ich hier mein Innerstes nach Außen kehre. Mir ist klar, es ist jammern auf hohen Nivau.

In diesem Sinne: keep calm & continue studying (you have no other option)!

Samstag, 18. April 2015

Weg einer syrischen Flüchtlingsfamilie nach Deutschland

Land der Hoffnung - Deutschland


Was es bedeutet, seine Heimat, Familie und Existenz einfach so zurückzulassen, und in ein anderes, völlig unbekanntes Land zu fliehen, können wir uns kaum vorstellen. Doch in Zeiten wie diesen geht es immer mehr Menschen in den Krisengebieten des nahen Ostens genau so.
Assad, Familienvater mittleren Alters aus Syrien und seine Frau teilen dieses Schicksal: Vor acht Monaten sind die beiden mit ihren Kindern, ein und drei Jahre alt, nach Deutschland gekommen. Hinter ihnen liegt eine wahre Odyssee: von Syrien sind sie nach Libyen geflohen, und über das Mittelmeer hierher gereist. Seitdem lebten in einem Asylheim für Flüchtlinge. Weil aber seine Frau Zwillinge zur Welt gebracht hatte, reichten die Zimmer im Heim nicht mehr aus für die kleine Familie.
Doch Assad hatte das Glück, auf einen Deutschen zu treffen, der sich ihm und seiner Situation annahm. Er und seine Frau hatten sich dazu entschieden, einer Flüchtlingsfamilie bei ihrer Einbürgerung in Deutschland zu unterstützen, und für Assad und seine Familie eine Wohnung besorgt. Auch zu Behördengängen und Arztterminen begleiteten sie ihn. Heute sollte die neue Bleibe endlich für den Einzug hergerichtet werden, doch dafür brauchten Assad und sein Deutscher Unterstützer Hilfe, und eine einige meiner Mitschüler und auch ich erklärten uns zum Anpacken bereit; ich wollte Assad unbedingt kennenlernen und mehr über seine Geschichte erfahren. Man vermutet nämlich, dass in seiner syrischen Heimat als Schneider gearbeitet, und ein bodenständiges Leben geführt hat. Der Bürgerkrieg und die wachsende Gefahr haben ihn jedoch gezwungen, sein dortiges Leben aufzugeben, und die riskante Überfahrt des Mittelmeers zu wagen - ca. 1500 Euro musste er wohl pro Person an die Schmuggler zahlen.
Er und seine Familie hatten Glück, sie sind gesund in Europa angekommen - viele Flüchtlinge überleben die gefährliche Schifffahrt nicht.
Assad wird seine neue Chance in Deutschland nutzen, seine Kinder werden hier aufwachsen - stolz zeigt er uns ein Video von seinem Sohn Iwan und seiner Tochter Ewa auf seinem Handy. Die letzten Wochen sind anstrengend gewesen, besonders für seinen Deutschen Unterstützer. "Wir haben uns wohl etwas übernommen, nochmal würde ich so etwas nicht machen", sagt der heute. Immer mehr Aufgaben seien für ihn dazu gekommen, von bürokratischen Angelegenheiten bis zu der Beschaffung von günstigen Möbeln für die neue Wohnung. Trotzdem bereuen er und seine Frau nicht, sich zu diesem Abenteuer entschlossen zu haben, denn immerhin haben sie einer Familie einen guten Start in ein neues Leben geschaffen. Ich denke, solche Menschen verdienen große Anerkennung, denn ihr selbstloser Einsatz für andere, in der Gesellschaft als fremd und unbekannt stigmatisierte Menschen, ist einfach bewundernswert. Was hätte Assad nur ohne die Deutsche Familie getan? Er würde wahrscheinlich immer noch eineinhalb Zimmer im Asylheim bewohnen, ohne Plan und Perspektive für eine Zukunft für sich und vor allem seine Kinder.


Assad wird nun erst einmal für drei Jahre in Deutschland geduldet - was danach sein wird, steht noch in den Sternen.

Montag, 23. Februar 2015

Gedanken zu "Sand im Getriebe"

Sand sein im zermahlenden Getriebe unserer Welt

"Seid unbequem, seid sand,
nicht öl im getriebe der Welt.
-günter eich

sand in jedem getriebe
wo der mensch zur nummer wird
zum Zahnrad
zum objekt
damit die Maschine
weiter unmenschliches produzieren kann
von dem wir leben
und an dem wir sterben

sand
da wo ein system mit uns rechnet
da wo es uns einkalkuliert hat
weil wir aufgehört haben zu denken

sand
da wo vom allgemeinen volksempfinden
von der allgemeinen meinung
von dem "man denkt so"
geredet wird

sand sein
auch auf die Gefahr hin,
zermahlen zu werden
-wie Christus"
Ulrich Schaffer


In einer Gesellschaft wie der heutigen sind die Menschen Teil eines großen Ganzes, ein Zahnrad in einem ineinandergreifenden System; wer anders handelt, als es die Norm vorgibt, wird ausgeschlossen vom Mainstream.  Der Text fordert auf, gegen den Strom zu schwimmen, sich nicht berechnen zu lassen, sich aufzulehnen gegen das allgemeine Denken, gegen die Ungerechtigkeit. In der heutigen Zeit ist diese Thematik aktueller denn je. In Zeiten in denen Mobbing, Ausgrenzung und Gruppenzwang eine große und bedrohliche Rolle spielen, sollten wir uns öfters aufgefordert fühlen, anders zu sein, zu denken, zu handeln, und sowohl unser als auch das Denken unserer Mitmenschen zu hinterfragen.

Beim Lesen haben mich Schlagworte wie „Maschinerie“, „unmenschliches produzieren“ und „allgemeine Meinung“ auch an das System des Nationalsozialismus erinnert. Der Staat hat Menschen aktiv dazu missbraucht, als Objekt der Ideologie der Verwirklichung der Weltanschauung zu dienen, ob als Zahnrad, als Katalysator oder nur als Schraube. Menschen waren Nummern und Zahlen, aber keine Menschen mehr. Die eigene Meinung zu äußern war dort unter Umständen tödlich, heute gehört es teilweise nur nicht mehr zum Mainstream-Denken und ist unangebracht.

Sand im Getriebe der Gesellschaft zu sein, sollte für alle Zeiten ein Zeichen und eine Warnung dafür sein, Willenskraft und den Verstand zu nutzen, um für die eigenen Ideale einzustehen und dafür auch entgegen der vorgegebenen Richtung zu kämpfen und sich von niemandem, auch nicht vom „allgemeinen Volksempfinden“ abhalten zu lassen.

Ein erschreckend aktueller Text, nicht nur auf Christen bezogen, denn auch ohne den letzten Vers spricht er ein Problem eines jeden Menschen unserer Gesellschaft an.


Freitag, 9. Januar 2015

Urlaub auf Sylt

Sylt: die Insel der Schönen und Reichen, High Society und der Promis - darauf wird Sylt oft reduziert, aber es ist viel mehr als das.
Ich habe die Woche nach Weihnachten bis Neujahr zum vierten Mal dort verbracht, und möchte Euch einen kleinen Einblick geben.


"Sylt ist vor allem eins: Dekadent. Die Menschen zeigen gerne was sie haben, klotzen statt kleckern ist angesagt". Soweit dass Vorurteil. Natürlich ist Sylt nicht das preisgünstigste Urlaubsziel, aber es wird leider viel zu oft darauf reduziert.
Die Insel hat mehr zu bieten, nämlich eine wunderschöne Landschaft mit langen Strände an denen man stundenlang entlanglaufen kann.












Moderne Kunst am Strand...was der Künstler wohl damit ausdrücken wollte..?






Sylt zeichnet sich auch durch tolle Restaurants aus.




Auch Benny genießt die Zeit sehr: Im Winter wimmelt es auf Insel von Hunden. Besonders am Strand kann man sie spielen und sich austoben lassen.




Silvester wird mit einer Strandparty und einem riesigen Feuerwerk gefeiert.





Sylt ist ganz besonderer Ort für mich.


Auf Sylt ticken die Uhren anders, es ist ein ganz besonderes Lebensgefühl; einmal im Jahr, eine Woche lang.







Donnerstag, 1. Januar 2015

Gedanken zum Jahreswechsel

Silvester - oder: "Jetzt wird alles anders!"

Silvester: ein Jahr geht zu Ende, ein neues beginnt. Jeden 31 . Dezember, überall auf der Welt. Partystimmung, Feuerwerk, Glückwünsche und in der Luft liegt eine besondere Aufbruchstimmung. Aufbruch - aber wohin eigentlich? Mir kommt es vor, als seien manche Menschen besessen von der Idee, im kommenden Jahr alles anders, alles besser machen zu wollen, als beginne ein neues Leben. Jedes Silvester nehmen sich Millionen von Menschen gute Dinge vor, und stellen ein Jahr später entsetzt fest, dass sie nichts davon umgesetzt haben. Ich will ich mir heute keine Vorsätze aufstellen, will die Idee verwerfen, im neuen Jahr alles zu verändern. Denn das alte Jahr war ein ziemlich gutes. Es war das härteste aber gleichzeitig schönste und erfolgreichste in meinem kurzen Leben. Ich bin meinem Traum ein Stückchen näher gekommen, habe viel erlebt; dafür bin ich dankbar. Ich denke nicht, dass das Ende eines Jahres unbedingt Anlass für Wehmütigkeit geben sollte; ja, es war ein tolles Jahr, aber wer sagt, dass das nächste nicht genauso oder sogar besser laufen wird? Ich jedenfalls freue mich auf das was kommt, bin gespannt was das Leben noch so bereithält. Der Jahreswechsel ist guter Anlass über das vergangene Jahr zu resümieren, über die Erfahrungen und Erlebnisse nachzudenken. Sich Zeit zu nehmen, innezuhalten.

In diesem Sinne möchte ich Euch ein gutes und erfülltes Jahr 2015 wünschen, feiert schön!